| FORUM LAND-Studie: Stärken, Schwächen und Potenziale des ländlichen Raumes |
Motivation und Zielsetzung
Die gegenständliche Studie soll wissenschaftlich aufbereitetes Grundlagenmaterial für FORUM LAND liefern. Für die politische Arbeit dieser Plattform für den ländlichen Raum stehen dabei einerseits die objektiv feststellbaren Stärken, Schwächen und Potenziale des ländlichen Raumes und andererseits die Probleme, Wünsche und zentralen Anliegen der Bevölkerung im ländlichen Raum im Mittelpunkt. Ziel ist es, diese Fragen an vier Mikroregionen, die unterschiedlichen ländlichen Gebietstypen Österreichs angehören, differenziert zu erfassen und zu analysieren und dabei einem ganzheitlichen Ansatz ländlichen Lebens und Wirtschaftens zu folgen.
Modellregionen |
- Ländlicher Raum im Umfeld von Ballungsgebieten: Region Westliches Mittelgebirge/Tirol - Gemeinden Birgitz, Götzens, Mutters, Axams, Grinzens, Natters
- Touristisch geprägter ländlicher Raum: Seenregion Salzkammergut/OÖ - Gemeinden Attersee, Berg im Attergau, Nußdorf am Attersee, St. Georgen im Attergau, Seewalchen am Attersee, Straß im Attergau
- Strukturschwacher ländlicher Raum im Grenzgebiet: Region Thayaland/NÖ - Gemeinden Kautzen, Dobersberg, Thaya, Gastern, Karlstein, Waldkirchen
- Strukturschwacher ländlicher Raum in inneralpiner Lage: Region Pölstal/Stmk. - Gemeinden St. Johann am Tauern, Oberzeiring, St. Oswald-Möderbrugg, Pusterwald, Bretstein
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Raumcharakteristik
Als erster Projektschritt ist eine Beschreibung der vier Modellregionen auf Grundlage räumlicher (Lage der Gemeinden im größeren Raum etc.), sozial- und wirtschaftsstatistischer Daten (Demographie, Beschäftigung in den Wirtschaftssektoren, Arbeitslosenrate, Pendlerströme, soziale Ausstattung, Fremdenverkehr etc.) sowie auf Basis von Studien, die bereits über die jeweiligen Regionstypen abgefasst wurden, vorgesehen. In diesem Projektschritt geht es darum, die Modellregionen in ihrer Multifunktionalität zu erfassen. Voraussichtlich werden dabei unter anderem folgende Themenfelder des Lebens und Wirtschaftens im ländlichen Raum angesprochen: |
- Wirtschaft einschließlich Arbeitsmarkt
- Landwirtschaft
- Gesundheit
- Generationen
- (Nah-)Versorgung
- Bildung und Weiterbildung
- Kultur und Gemeinschaftsleben
- Umwelt und Nachhaltigkeit
- Tourismus und Erholung
- Technische Infrastruktur einschließlich Verkehr
- Siedlungs- und Wohnungswesen
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Ziel ist es, die Stärken, Schwächen und Potenziale der Modellregionen anhand quantitativer und qualitativer Merkmale zu beschreiben. Abgeleitet aus dieser Raumcharakteristik werden Hypothesen über die Befindlichkeit der Bewohner der jeweiligen Region aufgestellt. Diese Hypothesen, die sich auf die oben genannten Themenfelder beziehen, dienen dazu, die "hot spots" im Hinblick auf Stärken, Schwächen und Potenziale der einzelnen Mikroregionen herauszufiltern.
Lebensqualität in den Modellregionen Zur Ermittlung der subjektiven Sicht auf Stärken, Schwächen und Potenziale ist eine qualitative Befragung in den vier Modellregionen vorgesehen. Die Befragung orientiert sich an der Methode des problemzentrierten Interviews. In den Interviews werden für die "hot spots" relevante Personenkreise aus der Regionen auf Grundlage eines Interviewleitfadens befragt. Umfang und inhaltliche Ausrichtung der Befragung ergeben sich aus den "hot spots" der Hypothesen. Der Erkenntnisgewinn der geführten Interviews liegt in der Aufbereitung der subjektiven Wahrnehmung der Stärken, Schwächen und Potenziale durch die Bürger in der jeweiligen Modellregion.
Schlussfolgerungen Aus der Verschränkung der vorangehenden Arbeitsschritte wird ein Stärken-Schwächen-Profil für jede Modellregion entwickelt. Die Stärken-Schwächen-Profile der Modellregionen repräsentieren die Stärken-Schwächen-Profile der zugeordneten Regionstypen. Auf dieser Ebene des Gebietstyps werden abschließend im Sinne eines politischen Handlungsauftrages Optionen für den jeweiligen Typ, bezogen auf die relevanten Themenfelder, erarbeitet. | |
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