| "Infrastruktur im ländlichen Raum - Schlagwort oder Anliegen?" |
Am 6. April 2006 fand im Dachsaal der Urania der zweite FORUM LAND-Infrastrukturgipfel mit Obmann Fritz Grillitsch statt. Ein hochkarätiges Podium, bestehend aus Frau Dr. Henrietta Egerth (Österreichische Forschungsförderungsgesellschaft), Dr. Herbert Götz (Österreichische Post AG), Dr. Georg Serentschy (Telekom-Regulierungs GmbH), DI Helmut Leopold (Telekom Austria) und DI Franz Lückler (ASFINAG) diskutierten die Möglichkeiten und die infrastrukturellen Voraussetzungen für einen prosperierenden ländlichen Raum. Durch das Programm führte Dr. Helmut Brandstätter. Der ländliche Raum in Österreich ist im Gegensatz zu anderen Ländern, ein wettbewerbsfähiger Lebens-, Arbeits- und Wirtschaftsstandort. Ein Schlüsselelement für einen funktionierenden ländlichen Raum ist dabei die Wertschöpfung, die man in einer Region erzielen kann. Wer die Idee eines vitalen, prosperierenden und bevölkerungsstarken ländlichen Raums verfolgt, der für den Einzelnen einen attraktiver Lebensstandort und für Unternehmen einen attraktiver Wirtschaftsstandort darstellt, muss dafür sorgen, dass die Grundvoraussetzungen für annähernde Chancengleichheit zwischen den Ballungsräumen und dem ländlichen Raum (unabhängig vom freien Markt) gewahrt bleiben. Zu diesen Grundvoraussetzungen gehören ein Zugang zu Breitbandinternetanschlüssen, ein funktionierender öffentlicher Personennahverkehr, ein gut ausgebautes Straßennetz, eine ausreichende Nahversorgung (Postdienste, Stromnetz, etc.), eine funktionierende Wasser- und Abwasserentsorgung, die Sicherung der Lebensräume durch Wildbach- und Lawinenverbauung und die Möglichkeit auf Arbeit und Einkommen. Forschung Es geht um einen einfachen, gleichen, und freien Zugang zu Information und Wissen, um flächendeckende sichere technische Infrastruktur zu leistbaren Preisen, da Info- und Kommunikationsnetze Entfernungen schrumpfen lassen. Nur so kann der ländliche Raum, an zukünftigen Entwicklungen teilhaben
Breitband Der einfache, gleiche und freie Zugang zu den Technologien, zu Informationen und Wissen, ist die wesentliche Voraussetzung für die Entwicklung einer integrativen, barrierefreien und gesellschaftlich gewinnbringenden Informationsgesellschaft. Rund 95% aller österreichischen Haushalte können mit Breitband versorgt werden. Auf der anderen Seite nutzen jedoch nur rund 12,5% der österreichischen Haushalte die Breitbandinfrastruktur. Postdienste Die Post als Nahversorger zeichnet sich nicht nur durch ein flächendeckendes Filialnetz aus sondern auch durch Partner, auf die sie zurückgreifen kann. In erster Linie handelt es sich dabei um Postpartner, die sämtliche Funktionen der Post in Gemeinden übernommen haben. Zudem werden vermehrt Kooperationen eingegangen, wie beispielsweise mit den Grazer Stadtbibliotheken. Telekommunikation Zwischen 1999 und 2004 hat die Telekom rund 1 Mrd. Euro in den Ausbau des ADSL-Netzes investiert. Es wurde dabei verstärkt auf einen Ausbau in entlegeneren und weniger dicht besiedelten Gebieten Rücksicht genommen. Ein Lösungsansatz mit Erfolgwaren Breitband-Partnerschaften, wie beispielsweise jene mit der Gemeinde Grafenwörth. Ausbau des Straßennetzes Mit rund 400 Anschlussstellen an das hochrangige österreichische Straßennetz schafft die ASFING einen gleichen Zugang für die gesamte Bevölkerung. Dadurch schrumpfen die Entfernungen zu den Ballungszentren. Auch im Jahr 2006 werden wiederum 300 Mio. Euro in Erneuerungen investiert.
Bilder von der Veranstaltung
 Redeunterlagen Dr. Egerth (FFG) Redeunterlagen Dr. Serentschy (RTR) Redeunterlagen DI Leopold (Telekom Austria) Redeunterlagen DI Lückler (ASFINAG)
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