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   AKTIONEN & PROJEKTE / Gesund (er)leben /
Kaltenegger und Lopatka für ein bewegtes und gesundes Leben
FORUM LAND und Sportstaatssekretariat präsentieren Broschüre und „Gesund (er)leben“

Gesund erleben Lopatka Kaltenegger
„Mit der Kampagne ‚Gesund (er)leben’ wollen wir das Wissen und das Bewusstsein – vor allem junger Menschen – für einen gesunden und aktiven Lebensstil stärken. Dabei spielt die Wertschätzung gesunder österreichischer Produkte eine wichtige Rolle“, erklärt Fritz Kaltenegger, Geschäftsführer von FORUM LAND. „Gerade Jugendliche am Land werden von Gesundheits- und Bewegungsprojekten nur sehr gering angesprochen. Durch die erstmalige Kooperation von FORUM LAND, Sportstaatssekretariat und Organisiertem Sport können wir gezielt auf ihre Bedürfnisse und Interessen eingehen. Der soziale Aspekt und Spaßfaktor steht im Vordergrund, um Jugendliche langfristig zu motivieren“, betont Sportstaatssekretär Reinhold Lopatka.

PK Lopakta
Die Lebens- und Arbeitswelt der ländlichen Bevölkerung und hier speziell der rund 200.000 Betriebsführer in der Land- und Forstwirtschaft und ihrer Familien ist von harter körperlicher Arbeit gekennzeichnet. „Daher ist es kaum verwunderlich, wenn nur rund 6,2 % der Bauern darüber hinaus sportlich aktiv sind. Trotzdem spielt eine ausgleichende, entspannende Bewegung zu der oft einseitigen körperlichen Arbeit eine wichtige Rolle“, so Lopatka. Ingesamt bestehe ein großes Interesse an Gesundheitsthemen bei den Bauern: „82,9 % sind laut einer Gesundheitsbefragung der Sozialversicherung der Bauern am Thema Gesundheit interessiert, daher bin ich vom Erfolg dieser Initiative überzeugt.“

Jugendliche ernähren sich immer weniger bewusst und sind weniger sportlich aktiv
PK Kaltenegger
Kaltenegger verweist auf die kürzlich veröffentlichte HELENA-Studie (Healthy Lifestyle in Europe by Nutrition in Adolescence), die zu einem alarmierenden Ergebnis kommt. Europaweit sind 27,6 % der Burschen und 21 % der Mädchen übergewichtig. Wien liegt dabei über dem europäischen Schnitt: 28,5 % der Knaben gelten hierzulande als übergewichtig. Im jugendlichen Alltag wird kaum auf gesunde Ernährung geachtet und immer weniger Sport betrieben. Es ist schwer sich an den Schulen gesund zu ernähren. Nur an 55 % der Wiener Schulen gibt es beispielsweise frisches Obst zu kaufen, aber an 80 % der Schulen kann man Softdrinks und ungesunde Snacks erstehen.

„Regelmäßige Bewegung und ausgeglichene Ernährung sind die wirksamsten Präventionsmaßnahmen“, so Lopatka angesichts der dramatischen Entwicklung was Übergewicht, Adipositas und dadurch bedingte Zivilisationskrankheiten anbelangt. „Es geht nicht darum Süßes oder Fettes zu verbieten bzw. Marathon zu laufen, sondern darum, alles in Maßen genießen zu können und sich regelmäßig sportlich zu betätigen“, sagte Lopatka.

Broschüre gibt wichtige Tipps
Broschüre Gesund erleben
„Dabei kann gesunde und bewusste Ernährung ganz einfach sein. In Österreich werden qualitativ hochwertige Lebensmittel produziert und schonend verarbeitet“, erklärt Kaltenegger und nennt einige wertvolle Tipps aus der Broschüre. Wichtig ist, sich seine eigenen Ernährungsgewohnheiten vor Augen zu führen. Weiters werden in dem Heft die wichtigsten Nährelemente, die gefährlichsten Fette und besten Fatburner beschrieben sowie die wichtigsten Bausteine für die Funktion des Körpers vorgestellt. So deckt zum Beispiel ein Glas Milch etwa ein Sechstel des Tagesbedarfes an Eiweiß. Kaltenegger wünscht sich daher verstärkte Schulmilchaktionen. Als Jause für Schule und Arbeit eigenen sich auch Obst, Gemüse und Vollkornprodukte.

Gesunde Lebensmittel aus heimischer Produktion:
„Rund 200.000 österreichische bäuerliche Familienbetriebe liefern Lebensmittel in höchster Qualität, die noch dazu durch kurze Transportwege rasch zur Verarbeitung kommen und so obendrein noch einen Beitrag zum Klimaschutz leisten“, erklärt Kaltenegger. So produzieren Wiener Gärtnerinnen und Gärtner jährlich 50.000 Tonnen frisches und knackiges Gemüse vor den Toren der Großstadt, das auf kürzestem Weg zu den Konsumenten kommt. Konsumenten vertrauen auf die heimische Lebensmittelqualität, laut einer „market“-Studie kaufen 85 % der Konsumenten am liebsten Produkte aus Österreich. Die Broschüre stellt Regionalität und Saisonalität beim Lebensmittelkauf in den Vordergrund.

Maßnahmen der Kampagne „Gesund (er)leben“
Im Rahmen des Erntedankfestes 2008 am Wiener Heldenplatz gab es eine Bewegungsstation bei der Besucher ihre Koordinationsfähigkeit und Beweglichkeit testen konnten. Bei den verschiedenen Übungen haben über 300 Besucher einen Fitness-Check machen lassen. Die Jungbauernschaft motivierte auch heuer wieder 105 Läuferinnen und Läufer aus ganz Österreich beim Vienna City Marathon an den Start zu gehen, auch Sportstaatssekretär Reinhold Lopatka war unter den Läufern.

Im Frühjahr 2009 erfolgt der Start eines Preisausschreibens, bei dem Jugendliche und Vereine auf Gemeindeebene einen Projekttag zum Thema „Ernährung und Bewegung“ gestalten. Weitere Kernpunkte des Bewegungs- und Ernährungsprojekts „Gesund (er)leben“ sind neben der Lebensstilbroschüre vor allem Bewegungsprogramme und Workshops mit den lokalen Sportvereinen sowie Workshops zum Thema bewusste Ernährung.

Sie möchten ein oder mehrere Exemplare der Broschüre? Dann schreiben Sie bitte eine E-Mail an office@forum-land.at mit dem Betreff „Broschüre Gesund (er)leben“ (bitte Postadresse und Telefonnummer angeben).

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Broschüre „Gesund (er)leben“ (PDF - 2,5 MB)